„Ein Schauspieler muss nicht immer hundertprozentig präsent sein. Er muss sich weg spielen können, um im nächsten Moment wie durch Zauberhand geführt DA zu sein.“

Diesen Leitsatz habe ich in meinen Notizen zu einem Workshop von Viviane de Muynck gefunden. Und er präzisiert auf wunderbare Art meine (schauspielerischen) Vorlieben: abtauchen um aufzutauchen.

Seit 25 Jahren ist Bern mein Lebensmittelpunkt. Von hier aus tauche ich ab, um als Skifahrer oder dürftiger Bergsteiger in den Bergen aufzutauchen. Hier tauche ich auch ab, um seit über 20 Jahren im Film (u.a. Nordwand, Tatort Schmutziger Donnerstag, Der Bestatter) oder auf der Bühne aufzutreten. Diese Reisen führten mich zu namhaften Gruppen der Freien Szene wie Plasma, Schauplatz International, CapriConnection, blendwerk u.a.m. Zwischendurch gastiere ich an Stadttheatern. So geschehen in der Spielzeit 2013/14, als ich sozusagen über Nacht als Caliban im Marstall des Residenztheaters in München einspringen durfte.

Und wenn ich nicht da bin, dann bin ich woanders: z.B. an der Berner Fachhochschule Gesundheit und caste Schauspieler/innen als Patient/innen; oder dann probe, pröble, bastle, male, lese ich und tauche im Atelier in meinen eigenen Projekten ab. Oder ich bin für meine Tochter da. Und dann bin ich in der Küche, im Kinderzimmer, im Wald, auf dem Spielplatz oder hier und überall.

 

Showreel auf filmmakers.ch
Portrait auf about.me